Training week in Northern Ireland with Declan Boyle and Gary Mc. Cutcheon


Wenn ich meine vielen Eindrücke und Erfahrungen aufschreibe, würde das ein kleines Buch füllen….   20171005 213146

Der Oktober hielt in diesem Jahr für uns etwas ganz Besonderes bereit: eine Fieldtrial-Trainingswoche in Nordirland.
Meine Aufregung und Erwartung waren groß, dabei wurden meine Erwartungen an das Training noch weit übertroffen.
Mit Declan und Gary hatte unsere kleine Gruppe von insgesamt 7 Gespannen, zwei der besten Trainer, Handler und Richter an unserer Seite. An 3 Tagen wurde mit kaltem Wild, Dummies und Launcher trainiert. Gearbeitet wurde fast immer aus der Line, stets mit Schuß bzw. Launcher. Es gab Retrieves über lange Distanzen mit Geländewechsel und dem Überwinden von Hindernissen. Diese Zäune verlangten dem Hund einiges ab und auch das Gelände war anspruchsvoll. In Nordirland scheint es gar kein einfaches Gelände zu geben: klimatisch bedingt hatten alle Flächen eine üppige Vegetation, meist knie,- oft auch hüfthoch. Die Böden waren schwer und nass und man war gut beraten, wenn die Gummistiefel ordentlich hohe Schäfte hatten.

Zwei Tage waren für uns ein besonderes Erlebnis: ein Fieldtrialtraining (Livegame) auf Rebhühner.
In der Line standen 10 Gespanne, die Schützen und die Spanielführer. Für uns war es eine hohe Ehre, dass Irlands bester Spanielführer Louis Rice mit uns trainiert hat. Ich kann meine Begeisterung kaum in Worte fassen: die gute Arbeit der Spaniels, die nur wenige Schritte vor der Line intensiv stöberten und auf ein einziges Kommando stoppten, damit die Schützen die aufsteigenden Hühner sauber erlegen konnten, die Steadiness unserer Hunde, die trotz stöbernder Spaniels, Schüsse und am Boden laufender, gesunder Hühner sowie die Arbeit anderer Gespanne ruhig neben ihren Hundeführern saßen und sich konzentrierten bis sie geschickt wurden. Duncan arbeitet zum ersten Mal an warmen Wild. Er hat gezeigt, dass er ganz in seinem Element ist. Er hat sich sehr gut einweisen lassen und auch geflügelte Hühner ohne Zögern gebracht. Es war unbeschreiblich zu erleben, wie gut die Hunde arbeiten und wie schnell sie erfassten was ihrer Aufmerksamkeit bedurfte und was nicht. So ein Trial stellt aber auch eine hohe Anforderung an den Hundeführer, der muss nämlich auch sehr genau „markieren“ wo der Vogel zu Boden geht. Da überall Witterung von gesunden Hühnern und von den vorher erlegten Vögeln war, musste der Hund ziemlich genau an der Fallstelle sein, um „seinen Vogel“ zu finden.
Am letzten Tag hatten wir noch Gelegenheit beim Open Qualifying Field Trial zuzusehen. Wir konnten die besten Hundeführer Nordirlands erleben und beobachten, wie sie mit ihren Hunden schwierigste Aufgaben meisterten und für uns ein Trainings-Ansporn!
Tief beeindruckt hat mich auch die Freundlichkeit und Offenheit der Hundeleute und auch der anderen Menschen, die wir auf unserer Reise kennengelernt haben.
Ich möchte mich bei Claudia bedanken, die mit ihrem guten und konsequenten Training erst ermöglicht hat, dass wir so ein Highlight erleben und genießen konnten.
Und ein Dankeschön an Sabine, dass ich so einen tollen Hund an meiner Seite habe und mit dem das Arbeiten so viel Freude macht.

 

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